„Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.“
Frei nach Hermann Hesse luden das Medienzentrum München des JFF und der Kreisjugendring München-Stadt 2025 dazu ein, mit spielerischen und kreativen Methoden einen kritischen Blick auf Online-Informationen, Fake News und die Möglichkeiten von KI zu werfen.
Dabei lernten die teilnehmenden Jugendlichen KI-Anwendungen kennen, die es ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit erfundene und erlogene Empörungsbotschaften zu entwickeln. Durch die so entstandenen Gesprächsanlässe konnten die jungen Menschen darin gestärkt werden, authentische von reißerischen, aus dem Zusammenhang gerissenen und fragwürdige Informationen zu unterscheiden.
- Wie erlangt man in Social Media Aufmerksamkeit?
- Welche Rolle spielen hier Emotionen?
- Warum gibt es so viele Aufregerthemen?
- Wie werden Postings kreativ und attraktiv gestaltet?
- Wie kann man KI für sich selbst nutzen?
- Wie entstehen irreführende Botschaften?
All das waren relevante Fragen, als es in einem schrittweisen Prozess daran ging, zuerst ein Quiz zu lösen, anschließend mit einer eigens hierfür programmierten KI gemeinsam eine Verschwörungserzählung zu entwickeln, diese dann von einer weiteren KI zu wütenden Twitter- Postings umformulieren zu lassen und dann die eigene kleine Desinformation per KI-Bilder und dem eigenen Gesicht vor dem Greenscreen zum Leben zu erwecken. Das Ergebnis wurde dann jeweils auf einem Kampagnenplakat gerahmt, das dazu aufruft: „Stimmt das wirklich? Erst denken, dann aufregen!“
Bei den Workshops wurde praktisch veranschaulicht, wie leicht Falschinformationen mit Hilfe von KI erstellt werden können. Durch das spielerische Entdecken von Medien und deren Zusammenhang mit Gesellschaft kann die Sensibilität für politische Botschaften erhöht werden. Die sieben Termine in verschiedenen Jugendtreffs erfreuten sich großer Beliebtheit und das Angebot soll 2026 in einer aktualisierten Form noch ein zusätzliches Jahr fortgeführt werden.





