Digitale Entwicklungen verändern unsere Lebenswelt – und damit auch die Bildungsarbeit mit jungen Menschen. Ob Künstliche Intelligenz, Social Media, Gaming oder neue Formen digitaler Kreativität: In der Praxis der Jugendarbeit und Jugendbildung entstehen fortlaufend neue Fragen, Herausforderungen und Chancen.
Mit SHIFT IS REAL wollen wir diesen Wandel aufgreifen und Räume schaffen, in denen pädagogische Fachkräfte, medienpädagogisch Aktive und Interessierte gemeinsam neue Technologien erproben, reflektieren und für ihre Arbeit nutzbar machen können.
Die Reihe bietet 3–5 Workshops pro Jahr, die jeweils einen aktuellen Themenschwerpunkt in den Blick nehmen. Im Mittelpunkt stehen das praktische Ausprobieren, die kritische Einordnung und der kollegiale Austausch. Dabei verstehen wir die Workshops als offene Werkstätten: praxisnah, experimentierfreudig, ohne starres Programm und mit Raum für spontane Ideen, Diskussionen und das Einbringen eigener Erfahrungen.
So wird SHIFT IS REAL zu einer Spielwiese für medienpädagogische Praxis, die nicht nur Impulse gibt, sondern auch Vernetzung fördert und das Medienzentrum München als Ort für digitale Bildungsfragen sichtbar macht.
1. KI x Praxis: Offene Werkstatt für die Jugendbildung
13. November 2025, ab 16:00 Uhr
Medienzentrum München des JFF
Rückblick
Zum Auftakt der Reihe SHIFT IS REAL fand im November 2025 die erste offene KI-Werkstatt statt. Im Fokus stand die praktische und kritische Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz in der Jugendbildung.
In mehreren Tool-Stationen arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen an konkreten Fragestellungen:
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Halluzinationen als Methode: Analyse fehlerhafter KI-Antworten, Quellenprüfung und Diskussion über Desinformation sowie Informationskompetenz.
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Dialogische KI-Formate: Erprobung von Chatbots als Rollenfigur und Diskussionspartner, Entwicklung und Reflexion von Prompt-Strategien.
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Gesichtserkennung & algorithmische Bilderkennung: Auseinandersetzung mit Funktionsweise, Bias, Datenschutz und Diskriminierungspotenzialen.
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KI-generierte Videos & synthetische Avatare: Analyse von Deepfake-ähnlichen Inhalten und Diskussion über Manipulation und politische Einflussnahme.
Die Werkstatt war in zwei Praxisrunden mit anschließenden Plenumsreflexionen strukturiert. Im Mittelpunkt standen das Ausprobieren, die gemeinsame Einordnung und der Transfer in die eigene pädagogische Praxis.



